Bernd Alois Zimmermann

Die Soldaten


“Canadian Barbara Hannigan’s Marie might well be the performance of the year, both vocally and dramatically. Hannigan played every imaginable nuance of this complicated character, easily conquering death-defying intervals without once losing vocal focus or purity of tone; her performance left absolutely nothing to be desired. The thunderous ovation she received at her solo curtain was as heartfelt as it was deserved.”

Opera News, Jeffrey A. Leipsic, 09 June 2014

“Aber sie alle werden sie überstrahlt durch Barbara Hannigans Marie: eine Schmerzensmadonna der Hingabe, mit gleißenden Jungmädchentönen und schmelzender Kantilene. Dodekaphonie-Belcanto der betörenden Art.”

“But they are all outshone by Barbara Hannigan as Marie: a suffering Madonna of devotion, with glistening young girls tones and melting legato. Twelve-tone-Belcanto is her bewitching Art.”

Die Welt, Manuel Brug, 27 May 2014

“Barbara Hannigan aber stiehlt allen die Schau. Die Rolle der Marie wurde für das ungewöhnliche Fach des dramatischen Koloratursoprans entworfen und ist nicht nur musikalisch, sondern auch dramatisch und physisch höchst anspruchsvoll. Hannigan gelingt es, wie ein Teenager auszusehen und zu klingen, gleichzeitig aber eine Musik zu singen, die eine sehr reife Technik voraussetzt. Von ihrem Bett und von Tischen rollt sie mit der Anmut einer Tänzerin und gibt ihrer Marie eine solche Energie und solches Charisma, dass es schwerfällt, irgendwo anders hinzusehen, wenn sie auf der Bühne ist.”

* * * * * (5 out of 5 stars)
Bachtrack, Ilana Walder-Biesanz, 01 November 2014

“Barbara Hannigan erwies sich als Idealbesetzung der Marie. Die auf die musikalische Moderne spezialisierte kanadische Sopranistin zeichnete ein selbstbewusstes junges Mädchen, das unter die Rädar kommt und jämmerlich endet. Sie bot eine Offenbarung an darstellerischer und stimmlicher Intensität, die tief unter die Haut ging und nachhaltig beeindruckte.”

Das Opernglas, 07 August 2014

“Marie ist verspielt, kindlich kokett, übermütig. Sie ist langhaarig blond, bildhübsch und durchaus an Männern interessiert. Barbara Hannigan ist diese Marie, und sie ist in der Rolle der bejubelte Liebling des Münchner Opernpublikums. Hannigan wird immer dann geholt, wenn es gilt, vertrackteste Moderne so natürlich und eingängig klingen zu lassen, dass jeder im Auditorium denkt: Das kann ich auch. Ihrer leichten und lyrischen Stimme scheinen in da auch keine Grenzen gesetzt. Aber Hannigan verfügt dazu noch über eine soghafte Bühnenpräsenz, und sie ist eine hinreißende Schauspielerin, die mühelos die marionettenhaften Verrenkungen belebt, die ihr der Regisseur Andreas Kriegenburg an diesem denkwürdigen Abend abverlangt. Mit all dem ist sie ein ganz, ganz großer Glücksfall im Opernbetrieb.”

“Marie is playful, childishly flirtatious, cocky. She is long-haired, blond, pretty as a picture and quite interested in men. Barbara Hannigan is this Marie, and she is in the role of acclaimed favorite of the Munich opera audience. Hannigan is always brought in when it comes to making the trickiest modern music sound so natural and attractive that everyone thinks in the auditorium: I can do that. Her light and lyrical voice seem to set no limits in that realm. But Hannigan also has a maelstrom of stage presence, and she is a gorgeous actress who effortlessly creates the animated and puppet-like contortions that the director Andreas Kriegenburg demanded on this memorable evening. With all this, she is a very, very great stroke of luck in the opera business.”

Süddeutsche Zeitung, Reinhard J. Brembeck, 27 May 2014

“Und besser singen kann man es auch nicht. Barbara Hannigan wird zum düsteren Gravitationszentrum der Aufführung, ihre Marie rast und turnt und tanzt über die Bühne, schier mühelos gelingen schwierigste Tongirlanden.”

“You could not have better singing. Barbara Hannigan is the dark centre of gravity of this performance, her Marie racing, leaping, and dancing, with seeming effortlessness, across the stage…throughout all the vocal acrobatics.”

Wiener Zeitung, Jörn Florian Fuchs, 26 May 2014

“Dafür geht es unter die Haut, wie Barbara Hannigan die von Offizier zu Offizier weitergereichte Marie als eine verwunschene Alice in Wonderland spielt. Die Kanadierin wechselt mühelos zwischen Sprechgesang und höchster Lage, sie agiert fast tänzerisch, ist zugleich Mensch und Kunstfigur.”

“There it gets under the skin, as Barbara Hannigan is handed off from officer to officer: Marie as an enchanted Alice in Wonderland. The Canadian moves effortlessly between Sprechgesang to the highest register, she behaves like a dancer, is both human and artistic in character.”

Abendzeitung Munich, Robert Braunmüller, 26 May 2014

“Barbara Hannigans schauspielerische und sängerische Präsenz ist das Rückgrat der Inszenierung”

“Barbara Hannigan’s acting and vocal presence is the backbone of production”

Oberpfalznetz.de, Michaela Schabel, 28 May 2014

“Dazu trägt vor allem Barbara Hannigan bei, die die Hauptrolle der Marie so berührend und eindringlich interpretiert, dass sie unter die Haut geht. Hannigans Marie, die sich einem Soldaten und dann immer mehr Soldaten hingibt, “zur Hure gemacht” wird, wie es in dem Stück heißt, ist weniger Lolita als entrückte Alice im Wunderland.
Von Beginn an legt sie ebenso zarte wie roboterhafte Bewegungen an den Tag – unschuldig, fremdbestimmt und chancenlos von Anfang an. Ein Lamm zwischen blutrünstigen Wölfen, der Bestie Mensch, der Bestie Soldat hilflos ausgeliefert. Schließlich sind ihr alle Türen in ein menschenwürdiges Leben verschlossen. Eine der stärksten Szenen in dieser an starken Szenen reichen Inszenierung ist die, in der Marie von einer Tür zur anderen rennt – und immer wieder zurückgestoßen wird. Ein grausamer Kampf gegen Windmühlen.
….völlig zurecht bekommt Hannigan vom Münchner Publikum den meisten Applaus”

“The biggest contribution comes from Barbara Hannigan in the main role of Marie, so touchingly and incisively interpreted that it gets under the skin. Hannigan’s Marie, who surrenders to more and more soldiers, “made a whore”, as it says in the libretto, is less Lolita than an enraptured Alice in Wonderland.
From the beginning, she takes on delicate and robot-like movements – innocent, and without a chance to resist others’ determination. A lamb amongst bloodthirsty wolves, helpless to beastly man, the beastly soldier.
At the end, all the doors in a life of human dignity are locked against her. One of the most powerful scenes in this rich powerful staging is when Marie is running from one door to another – and is pushed back (onstage) again and again, a cruel fight against windmills.
Hannigan …. quite rightly gets from Munich audience most applause”

Stuttgarter Nachtrichten, 27 May 2014

“Nicht nur der Vollkörpereinsatz von Barbara Hannigan nötigt dabei höchsten Respekt ab. Auch wie selbstverständlich sie sich in dieser Partie bewegt. Sogar in extremen Intervallkaskaden oder beim Aufschießen der Gesangslinie in Extremhöhen findet die Kanadierin noch Raum und Ruhe für Nuancen. Barbara Hannigan, ein Paradox, spielt mit der Rolle, ohne sich und ihre einzigartige Kunst dabei auszustellen. Ein Ereignis.”

“Not only the corporeal engagement of Barbara Hannigan compels the highest respect. Equally important, even in extreme intervallic cascades or the coiling of the vocal line in extreme altitudes, the Canadian finds room and tranquility for nuance. Barbara Hannigan, a paradox, plays with the role, and her unique art is an event.”

Mannheimer Morgen / Oberbayerisches Volksblatt, Markus Thiel, 27 May 2014

“Barbara Hannigan erfüllt die vertrackte Partie der Marie mit beseelter Tonschönheit, einer weit gespannten Gefühlsskala, macht den Verfall dieses Geschöpfs beklemmend in Gesang und Darstellung begreifbar”

“Barbara Hannigan filled the difficult part of Marie with soulful beauty of tone, a wide-ranging sense of intervallic understanding, and made the sympathetic and understandable decline of this oppressed creature.”

Schwabische Zeitung, May 29, 2014

“Und Petrenko hat ein Ensemble zur Verfügung, das noch bis in die kleinsten Partien top besetzt ist. An der Spitze steht natürlich die Sopranistin Barbara Hannigan, die nicht nur mörderische Intervallsprünge mühelos bewältigt, sondern dieser Marie ein Gesicht, ja eine Seele gibt. Hannigans Darstellung geht unter die Haut – mehr Traumwesen als Opfer stakst sie ihrem Untergang entgegen.”

“And Petrenko has a willing ensemble, from the top down to the smallest parts. At the top is of course the soprano Barbara Hannigan, who not only manages murderous interval jumps with ease, but her Marie is a face, and a soul. Hannigan’s presentation gets under your skin – more a dream of being a victims, stalked against her demise.”

Kurier, Peter Jarolin, 26 May 2014

“Sensationell wird diese Aufführung durch die musikalische Seite. (…). Barbara Hannigan mit ihrem höhensicheren, glockenhellen Sopran, der die Bedrängnis und Hysterie der Figur souverän gestaltet. Grandios auch ihre schauspielerische Leistung, die Wandlung von der koketten Kindfrau über das unschuldige Luder hin zum missbrauchten und verächtlich weggeworfenen Opfer wird von ihr eindringlich verkörpert.”

“This performance is sensational musically. (…). Barbara Hannigan, with her confident and assured high, bell-like soprano, gave the distressed and hysterical figure of Marie a great presence. Her acting performance, of the highest level, vividly portrayed the journey from flirtatious child-woman, to the the innocent”whore”, to the abused and contemptuously discarded victim.”

BR Klassik, Bernhard Neuhoff, 26 May 2014

“Barbara Hannigan est une authentique showwoman. C’est une femme qui fait spectacle, elle est douée d’une personnalité scénique irradiante qui fait qu’à peine elle est en scène, elle éclipse les partenaires. Des gestes minuscules, précis, des expressions du visage, toujours enfantin ou adolescent, mais tantôt naïf (comme l’utilisation de sa chevelure et le jeu qu’elle en fait), tantôt pervers et aguicheur, tantôt mangé par le désir, tantôt apeuré: un visage sadien – une lointaine parente de Justine. Une composition comme on en voit peu sur scène, avec une souplesse corporelle qui fait presque de ce corps un objet en soi. on en oublierait que ce corps chante aussi.

Car ce n’est pas seulement le corps et le jeu, c’est aussi la voix, une voix prête à tout comme ce corps, qui utilise tout les registres du soprano colorature, avec une facilité dans les scalette, dans les ruptures de tessiture, du plus haut au plus bas ou l’inverse, dans l’utilisation du rubato, dont elle abuse presque dans ses interprétations rossiniennes ou mozartiennes (voir cet été à Lucerne) et qui ici est utilisé à bon escient, avec une justesse et un à-propos étonnants.

Bref, c’est, j’ose le dire, une perfection. Je ne pense pas qu’on puisse faire mieux, plus vivant et surtout plus vécu, plus juste, et plus en phase avec ce que voulait le metteur en scène. Hannigan est quelquefois manipulée comme ces poupées désarticulées remplies de paille ou de tissu qu’on se lance à loisir, elle se chosifie, c’est stupéfiant.”

wanderer.blog.lemonde.fr, 02 November 2014


You could not have better singing.
Barbara Hannigan is the dark centre of gravity of this performance, her Marie racing, leaping, and dancing, with seeming effortlessness, across the stage…throughout all the vocal acrobatics.Wiener Zeitung